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Work-Life-Balance

Die Bedeutung der Work-Life-Balance

Die Ausgeglichenheit zwischen dem Berufs- und dem Privatleben ist durchaus keine Verständlichkeit. Dieser Einklang und Idealzustand wird als Work-Life-Balance bezeichnet. Allerdings können nur wenige Menschen wohl von sich behaupten, dass ihnen dieser Zustand bekannt erscheint und sie sich dauerhaft darin befinden. Viel häufiger überwiegt die Mitnahme beruflicher Gedanken und somit auch Laune im Privatleben. Umgekehrt kommt es aber auch vor, dass zu viel "life" in den Beruf mitgenommen wird und womöglich das Privatleben die beruflichen Erfolge blockieren und dafür sorgen, dass der Kopf nicht frei ist. Schnell hat man dann das Gefühl, dass man keiner dieser Anforderungen gerecht werden kann: Einerseits möchte man sein Privatleben, seine Familie/Freunde, seinen Sportverein oder eigene Hobbies nicht vernachlässigen, weil man auch spürt, dass das für Unzufriedenheit sorgt. Andererseits ist die berufliche Anforderung oft so hoch, dass man sich gezwungen fühlt mehr zu leisten, Kollegen zu entlasten, vielleicht bestimmt sogar eine Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren. Die Vereinbarkeit des Berufs mit dem Privatleben ist also keine einfache Sache und eine immer schwierige Herausforderung. Gesund und langfristig ausgewogen leben können die Menschen allerdings nur, wenn sie diese Balance schaffen und nicht lediglich immer wieder erfolglos anstreben. Viel eher führt diese permanente Unzufriedenheit, die Bemühung und die spätere Erkenntnis über das Misslingen dazu, dass von einer Non-Balance die Rede sein kann.

Die Non-Balance

Das exakte Gegenteil einer Work-Life-Balance ist schneller erreicht als man vermutet. Immer dann, wenn eben dieser ideale Zustand nicht zutrifft, spricht man von einer Non-Balance. Wie stark diese wiederum ausgeprägt ist, bestimmt auch, wie stark ihre Auswirkungen den einzelnen Menschen betreffen. Sind erste Spuren von Stress spürbar und hat man schnell das Gefühl, sich hin- und hergerissen zu fühlen und an vielen Orten gleichzeitig sein zu müssen, kann man mit Sicherheit von ersten Anzeichen einer Non-Balance Situation sprechen. Oftmals ignorieren die Arbeitnehmer diese aber leichtsinnig, halten den Stress für selbstgemacht und suchen sogar gerne die Schuld bei sich selbst. Man beginnt, an seinen Fähigkeiten zu zweifeln, gönnt sich immer weniger Erholung und baut auf der anderen Seite einen immer grösseren Druck auf. Tatsächlich führt dieses Fehlverhalten schnell dazu, dass die Non-Balance bewirkt, dass sowohl Privat- als auch das Berufsleben darunter leiden und als mangelhaft empfunden werden.
Wer dauerhaft versucht, allem und jedem gerecht zu werden, wird schnell merklich abbauen - psychisch wie physisch.

Work-Life-Balance erreichen

Viele Unternehmen bieten heutzutage sogar Kurse und Vorträge zu diesem Thema an und schulen ihren Mitarbeiter sogar zu einem Ausgleich und legen ihnen die Erholung in der Freizeit nahe. Denn sie wissen warum: Die Non-Balance führt schnell zu einer Überarbeitung und im schlimmsten Fall zu einem völligen Zusammenbruch des Arbeitnehmers und es droht eine lange Krankheit. In diesen Kursen lernt der Mitarbeitende, wie man auf sich selbst hört und er lernt auch, dass das Nein-sagen etwas ist, was keinem weh tut. Wenn man schon lange das Gefühl hat, dass die Arbeit zu viel des Lebens beansprucht, kann eine kurzzeitige Teilzeit durchaus dabei helfen, die Balance wiederzufinden. Nicht jeder Arbeitgeber lässt sich auf derartige Kompromisse ein und nicht immer ist das auch finanzierbar. Die Alternative dazu sind Gespräche mit Vorgesetzten und Kollegen, in denen man seine Ziele und Gefühle äussert und Flexibilität und Auszeiten klar definiert werden. Oftmals genügt es schon, hier festzulegen, dass man jeden Montag pünktlich um 17 Uhr gehen kann. Dafür kann ein Kollege den nächsten Tag übernehmen und man teilt die Verantwortung einfach ein. Auf sich selbst zu hören, ist eine Sache - Die andere ist, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu kennen und diesen auch Raum zu geben. Dieser Druck kann auch im Privatleben enstehen. Beispielsweise in einem Sportverein, man fühlt sich verpflichtet, traut sich aber nicht, es zuzugeben, dass das wöchentliche Training auf einen Abend in der Woche beschränkt werden muss. Oder im Bekannten-, Familien- und Freundeskreis einzugestehen, dass Erholung gefragt ist, das man das braucht und sich diesen Raum auch gibt.

Der Non-Balance vorbeugen

Die Prävention kann nicht früh genug beginnen. Ein Blatt Papier und ein Stift können hier schon Wunder wirken: Es hilft, sich über einen bestimmten Zeitraum zu notieren, womit man Zeit verbringt und was man in dieser Zeit tut. Diese Notizen lassen sich im Anschluss sehr gut verwerten und sind aufschlussreich. Sie zeigen, wo man selbst scheinbar seine Prioritäten legt und was diese genutzte Zeit am Ende gebracht hat. War es Erholung oder war es doch viel mehr Stress? So lässt sich sehr leicht aussieben was für die eigene Balance nützlich ist und was einen dabei viel eher blockiert. Die Balance kann man nur finden, wenn man bereit ist, kritisch mit bekannten Denkmustern umzugehen und sich einzugestehen, dass die bisherige Lebensorganisation scheinbar nicht zu dem führt, was man sich wünscht. Dabei ist es gar nicht so schwer, die täglich zur Verfügung stehende Zeit so einzuteilen, dass dabei noch so viel übrig bliebt, dass man durchatmen und sich selbst gerecht werden kann. Die Prävention hilft nicht nur bei der Balance selbst, sondern zeigt einem manchmal auch sehr deutlich, wo Zeit verschenkt wird und welche Dinge man in seinem Leben offenbar nur tut, weil man sich dafür verantwortlich fühlt. Vielleicht pflegt man seit Jahren schon Freundschaften, die einen nicht bereichern und die sehr viel Zeit fressen und bei welchen man sich aber emotional nicht gut aufgehoben fühlt. Diese Zeit ist geraubte Zeit, die den Einklang fast unmöglich machen. Den Ist-Zustand zu kennen ist der Grundstein für ein ausgeglichenes Leben.

Stress am Arbeitsplatz